Den Chef im Gepäck: Europas Kader und Fachspezialisten begleitet die Arbeit in die Ferien

Beruflicher Einsatz in den Ferien – eine Geschlechterfrage: Männer erwarten Anerkennung, Frauen finanziellen Ausgleich

Zürich, 26.07.2011: Europas Spitzenkräfte begleitet die Arbeit in den Urlaub. Eine aktuelle Umfrage des Karrieredienstes Experteer ( www.experteer.ch ) ergab: Für den Grossteil der Befragten ist es normal, mit Arbeitslaptop, Smartphone oder Natel zu verreisen. Länderübergreifend gilt, dass Fach- und Führungskräfte nur in dringenden Fällen im Büro anrufen. Bei der Frage nach der Kommunikation per E-Mail sind die Europäer aber geteilter Meinung: Während 50 Prozent der Franzosen und Schweizer aus der Romandie ihre beruflichen E-Mails während des Urlaubs jeden Tag abfragen, reagieren Deutschschweizer nur in dringenden Fällen auf ihre Arbeitsmails (28,6%) oder fragen diese gar nicht ab (15,3%). Allerdings sind die Niederländer im europäischen Vergleich noch weniger erreichbar: weit über ein Drittel der Spitzenkräfte (36,1%) checken im Urlaub nie ihre elektronische Post, 21,3 Prozent nur in Ausnahmefällen.

Anerkennung für Arbeit in den Ferien? Die Geschlechter sind geteilter Meinung

Ob Anerkennung oder finanzieller Ausgleich für das Arbeiten in den Ferien ist bei Fach- und Führungskräften eine Geschlechterfrage: Europaweit 57,1 Prozent der Männer und 53,3 Prozent der Frauen wollen Anerkennung für ihre Arbeit während der Ferien. 46,6 Prozent der Männer möchten dafür einen finanziellen Ausgleich. Bei den Frauen erwarten dies 49,5 Prozent.

Als spontaner erweisen sich die weiblichen Teilnehmer bei der Urlaubsplanung: Sie buchen ein paar Wochen im Voraus, während es bei den Männern schon einige Monate sein müssen.

Erreichbarkeit im Urlaub: Den Chef im Gepäck - Europas Fach- und Führungskräfte begleitet die Arbeit in die Ferien

Einige Tage Urlaub, um Abstand zu gewinnen

63,6 Prozent der befragten europäischen Manager vermissen ihre Arbeit während des Urlaubs nicht. Allerdings benötigen die meisten ein paar Tage Urlaub, bevor sie vom Beruf loslassen können; z.B. in der Deutschschweiz sind dies 68,8 Prozent.

Danach spielt die Arbeit nur noch eine untergeordnete Rolle: Die meisten Kader und Fachspezialisten (83,9%) sehen davon ab, das Büro zu kontaktieren, um bei den Mitarbeitern Berichte abzufragen. Auch wollen viele nicht auf dem Laufenden sein, was im Büro generell vor sich geht (57%).

Das Thema „zu beendende Projekte“ gehen die Schweizer entspannt an: 47,3 Prozent der Kader und Fachspezialisten nehmen wichtige Projekte mit in den Urlaub.

Grosse Unterschiede gab es zwischen der Deutschschweiz und der Romandie dem in folgender Frage: „Die Person(en) die mit mir reisen haben sich schon darüber beschwert, dass ich während unserer Ferien arbeite.“ Hier stimmen nur 34,4 Prozent der Deutschschweizer zu, die Teilnehmer aus der Romandie dagegen bejahen mit 66,2 Prozent. Diese Zahlen sind erheblich höher als beispielsweise in Deutschland, wo sich nur acht Prozent der Mitreisenden beschwerten.

* Über die Umfrage: Experteer befragte seine registrierten Kandidaten im Zeitraum von zwei Wochen. 5069 Kader und Fachspezialisten aus Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, den Niederlanden, der Schweiz und Spanien nahmen an der der Umfrage teil.